HypnoBirthing - Part 1


11.01.2017

 

 Wie einige von euch vielleicht schon auf Facebook oder Instagram gesehen haben: wir erwarten Nachwuchs! Und zwar schon recht bald.

Irgendwann zwischen der letzten Geburt und der jetzigen Schwangerschaft bin ich auf HypnoBirthing gestoßen. Und da ich diesmal gerne diesen Weg für die Geburt einschlagen möchte, möchte ich euch auch gerne an meinen Gedanken rund um das Thema teilhaben lassen.

 

Für alle, die von HypnoBirthing noch nie etwas gehört haben, das sagt Wikipedia dazu:

 

Hypnotherapy in childbirth refers to the use of hypnotherapy to assist in the birthing process. This practice, known as hypnobirthing, functions on the premise that most labour-related pain is the result of fear and tension, which can be diminished[1] or anecdotally eliminated with hypnotherapy. Research into this practice has found reductions in pain during birthing,[1][2] Hypnobirthing may also impact the duration of labour and reduces surgical interventions during delivery.[3] 

 

Link zum vollständigen Artikel

 

Es geht also darum, durch das Vermeiden des Angst-Verkrampfungs-Schmerz-Syndroms (nach Grantly Dick-Read) mithilfe von Selbsthypnose eine schmerzlosere / schmerzfreie Geburt zu erleben, die ohne Hilfe von Außenstehenden, medizinischem Gerät oder Medikamenten auskommt.

 

Kurzer Einschub: Grantly Dick-Reads Buch 'Childbirth Without Fear. The Principles And Practice Of Natural Childbirth' erschien in den 1950er Jahren auch auf deutsch unter dem Titel 'Mutterwerden ohne Schmerzen. Die natürliche Geburt'. Ich hatte davon, zumindest bevor ich mich mit HypnoBirthing beschäftigt habe und vor allem vor meiner ersten Geburt, noch nie etwas gehört. Meine Oma hingegen erklärte mir ganz selbstverständlich, dass es das zu ihren Zeiten doch schon gegeben hätte und quasi alle Geburtsvorbereitungskurse darauf ausgelegt waren, Entspannungsübungen einzuüben. (Mein Opa ist dabei übrigens immer eingeschlafen.)

 

Quasi ganz getreu dem Motto, das ich auch vor meiner ersten Geburt schon verfolgt habe: Ich bin eine Frau und dafür gemacht, Kinder zu gebären. Und ich bin ja nun auch nicht die erste, die das macht! Und - meine Mutter und Oma haben nie von Horrorgeburten berichtet, ganz im Gegenteil, dann kann's mich ja nur gut treffen! Nur - in der heutigen Zeit, in der einem vor allem als Erstgebärende von allen Seiten der Eindruck vermittelt wird, dass eine Geburt vor allem eine medizinische Sache wäre, ist das gar nicht so einfach. Heute weiß ich recht genau, warum meine erste Geburt so lange gedauert hat (ständige Unterbrechungen - Krankenhaus mit niedriger Kaiserschnittrate, sonst aber nur vordergründig an der natürlichen Geburt interessiert - keinen Platz mehr im Geburtshaus bekommen - ich selbst viel zu wenig vorbereitet und im Thema und zu guter Letzt auch alles andere als entspannt, Motto hin oder her.

 

Fest stand also, dass diesmal alles anders werden soll. Quasi mit positivem Test habe ich mich diesmal also im Geburtshaus angemeldet, damit ich diesmal auch sicher einen Platz bekomme. 

Recht früh habe ich außerdem das wahnsinnig inspirierende Buch 'Das Geburtsbuch' von Nora Imlau gelesen, was mich in meinem Motto noch einmal außerordentlich bekräftigt hat und mir außerdem schlicht die Augen geöffnet hat, wie das Umfeld einer Geburt bestmöglichst aussehen sollte und welche entscheidenden Einflussfaktoren es gibt - eindeutige Leseempfehlung also an dieser Stelle!

 

Meine erste Assoziation mit HypnoBirthing hingegen war nicht so positiv - ich bin schon fast allergisch auf alles esoterische und habe es im ersten Impuls als Geldmacherei und Esoterik-Kram abgetan. Da aber zwei ganz und gar nicht esoterisch angehauchte Damen aus meinem Bekanntenkreis gute Erfahrungen mit HypnoBirthing gemacht hatten, riskierte ich doch einen ausführlicheren Blick. 

 

Bei einem Online-Kurs meldeten wir uns für eine Schnupperstunde an, merkten aber recht schnell, dass uns das einfach nicht viel gibt. Daher wälze ich gerade in quasi letzter Sekunde das Buch (über das ich gerne noch einmal ausführlicher schreiben möchte), bevor am Freitag unsere erste Kurseinheit beginnt. Wir sind schon sehr gespannt, was auf uns zukommt und ich freue mich, meine Gedanken, Vorbereitungen und Erfahrungen mit euch zu teilen!

 

Herzlichst,

herziMUCerl